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Fragen und Antworten zum Thema Mediation und Ausbildung

Hier finden Sie die Antworten auf Fragen rund um das Thema Mediation und Ausbildung bei der Mediationsakademie Berlin. Zum lesen der Antwort klicken Sie auf die entsprechende Frage.

Was ist Mediation?

Mediation ist ein außergerichtliches Konfliktbearbeitungsverfahren, in dem ein neutraler Dritter ohne inhaltliche Entscheidungsbefugnis (der Mediator/die Mediatorin) die Konfliktparteien darin unterstützt, eigenverantwortlich (je nach Ziel auch) rechtsverbindliche Regelungen zu entwickeln. Eigenverantwortlichkeit entfaltet sich in einem freiwilligen Prozess, in dem die Konfliktpartner nach Wegen suchen, gemeinsame Entscheidungen zu treffen, die auf dem Verständnis von sich selbst, dem anderen und ihrer Sicht der Realität aufbauen. Ziel sind wertschöpfende Ergebnisse, bei denen nach Möglichkeit alle Konfliktparteien gewinnen.

Welche Berufschancen gibt es für Mediatoren?

Mediation ist ein Verfahren, das in den letzten Jahren einen enormen Nachfragezuwachs verzeichnen konnte. Gleichwohl ist vor Euphorie zu warnen. Wer sich mit Mediation selbständig machen will, wird schnell feststellen, dass nach wie vor die Akquirierung von ausreichenden Fällen schwierig ist. Von daher rät die MAB davon ab, die Mediationsausbildung als Einstieg in die Selbständigkeit zu sehen. Bewährt hat sich dagegen der »integrative Ansatz«. Das bedeutet, dass die Mediation als Spezialisierung und zusätzliche Qualifikation zu den bisherigen Fähigkeiten und Angeboten hinzutritt. Auf diese Weise entsteht ein unter Umständen enormer Mehrwert, der sich in herausragenden Karriereschritten, Erweiterungen des Tätigkeitsfeldes bis hin zu völlig neuen Angeboten und Tätigkeiten führen kann. Der Markt für Mediation ist noch nicht einmal ansatzweise erschlossen. So werden in Deutschland nur 5-10% aller Partnerschaftstrennung durch Mediation geregelt. In anderen Ländern liegt der Anteil bei über 30%. In der Wirtschaft steht man der Mediation zum Teil noch skeptisch gegenüber oder kennt sie als Alternative gar nicht. Hier ist noch enorme Aufklärungsarbeit notwendig. Auffallend ist, dass einer Studie von PWHC und der Viadrina Universität FFO nach, über 80% derjenigen, die einmal eine Mediation in Anspruch genommen haben, dies bei einer erneuten Auseinandersetzung wieder tun würden. Insofern ist auch bei vorsichtiger Einschätzung davon auszugehen, dass der Markt für Mediation in den nächsten Jahren noch weiter wachsen wird. Bei zur Zeit nicht viel mehr als 1.000 aktiven Mediatoren und Mediatorinnen in Deutschland ist also noch viel Raum für Aktivitäten. Mediation wird heute eingesetzt in:

  • Familienrecht (Trennungsfolgenvereinbarungen, Erbrechtsangelegenheiten)
  • Baurecht
  • Urheberrecht und Markenauseinandersetzungen
  • Medien (Film, TV, Print, Audio und Internet)
  • Unternehmensnachfolgevereinbarungen
  • Steuerrecht und Betriebsführungsberatung durch Steuerberater
  • Auseinandersetzungen in Gemeinschaftspraxen von Ärzten, Anwälten, Freiberuflern
  • Gesundheitsbereich (zwischen Patienten und Ärzten und Krankenkassen)
  • Multi-Stake-Holder Verhandlungen (Vertreter von Staat, Wirtschaft, Zivilgesellschaft)
  • internationale Friedensverhandlungen (zwischen Staaten und mit unterschiedlichen Akteuren)

Welchen Ansatz hat die Mediationsausbildung der MAB?

Die MAB will Mediation in die Praxis bringen. Von daher steht die praktische Übung mittels Übungen und Rollenspielen im Zentrum der Ausbildung. Von der theoretischen Blickrichtung schaut die Ausbildung von der Kommunikation her auf die Mediation. Mediation ist kein Rechtsverfahren, auch kein therapeutisch psychologischer Ansatz, sondern bedient sich der Mittel professioneller Kommunikation. Von daher steht die Kommunikation im Mittelpunkt der Ausbildung. Eine gelungene Kommunikation im Sinne der Mediation setzt ein Grundverständnis für mentale Prozesse und Denkaktivitäten voraus, die Verstehen ermöglichen. Daher finden neueste Erkenntnisse der Hirn- und Kognitionsforschung ebenso Eingang in die Ausbildung, wie Repräsentationsmodelle der Welt (wie können wir uns die Welt denken). Der theoretische Hintergrund dient der Förderung der Einsicht in die Wahrnehmungsvielfalt, mit der wir Menschen diese Welt für uns wahrnehmen und konstruieren. Gelingt es hier in der Ausbildung eine Haltung der Neugierde und des radikalen Respekt für die Andersartigkeit zu fördern und zu festigen, so gelingt der Einsatz der Methoden der Mediation fast wie von selbst. Ansatz der Ausbildung der MAB ist auch, dass jeder Teilnehmende neben der inhaltlichen und der Kompetenzebene auch modellierend lernen kann. Jeder Dozent und jede Dozentin macht in jeder Ausbildungssequenz Mediation, d.h. auch über das beobachten der Ausbildungsleiter ist zusätzliches Lernen möglich.

Welche Schwerpunkte hat die Mediationsausbildung der MAB?

Im Rahmen der Mediationsausbildung wurden im Einzelnen folgende Methoden, Kenntnisse und Interventionstechniken vermittelt:

  • Die Phasen und Prinzipien der Mediation; 5 Phasen Modell der verstehensbasierten Mediation
  • Kommunikationstheorie und –techniken, Paraphrasieren, non-verbales und paraverbales Spiegeln
  • visuelle und auditive Hinweise internaler Prozesse: Wahrnehmungssysteme, sinnesspezifische Kommunikation, Augenbewegungsmuster, Beziehungen von verbaler Kommunikation und Repräsentationssystemen, die Qualität unserer Sinneswahrnehmungen
  • Refraiming: Umdeutung und Rekontextualisierung. Kontextrefraiming, Inhaltsrefraiming oder Refraiming der Bedeutung, Flexibilität in der Kommunikation
  • Konfliktdynamik und –struktur, Konfliktmodelle und –theorie, Eskalationsstufen von
  • Konflikten, Konflikttypen und die Kriterien zu ihrer Bestimmung, angemessene Interventionstechniken und –praktiken
  • Gewaltfreie Kommunikation und ihre Anwendung in der Mediation
  • Entwicklung und Struktur von Metaphern: Konditionen und Wohlgeformtheit von Metaphern
  • Verhandeln (Harvard Methode), Prozess der Umwandlung von Positionen in Interessen, Identifizierung und Verbalisierung von Bedürfnissen.
  • Wirtschaftsmediation, Anwendung der Mediation in der Wirtschaft, Prämediationsreport, Auftragsklärung, Einzelgespräche, Caucasing, Shuttle-Mediation, Med-Arb, Arb-Med, Alternativ- Dispute-Resolution Methoden
  • Familienmediation, Trennungsdynamiken und Familiensysteme, Kommunikationsmuster erkennen und erfolgreiche Interventionstechniken
  • Mediation in Organisationen, innerbetriebliche Mediation, Umgang mit Macht und Hierarchien, Schutzfunktion des Mediators, Identifizierung der Konfliktbeteiligten, Auftragsklärung, Trennung von Auftraggeber und Konfliktbeteiligten
  • Die Geschichte der Mediation, die Mediation in unterschiedlichen Epochen und Kulturen, die moderne Geschichte der Mediation, Akteure, Theoretiker und Praktiker der Mediation
  • psychologische Grundlagen der Mediation, Humane Psychoanalyse und die dritte Schule der Wiener Psychoanalyse (Victor Frankl), verhaltenstherapeutische Grundlagen
  • Grundlagen der Kognitionsforschung, Wahrnehmungstheorien und Bewusstseinsstufen
  • Erkenntnistheorie und Epistemologie
  • Kausal-Analytische Repräsentationssysteme, Systemtheorie, Persönlichkeitsrepräsentationssysteme, Konstruktivismus und seine Anwendung für die Mediation
  • Gruppendynamische Aspekte der Mediation
  • Das Recht in der Mediation, Vertragsgestaltung, Mediation von Recht, Anwälte in der Mediation, Wie das Recht einzubringen ist.
  • Umgang mit Blockaden, schwierigen Situationen etc. in der Mediation
  • Die Haltung des Mediators/der Mediatorin
  • Der Beruf des Mediators/der Mediatorin, Supervision / Covision / Netzwerkbildung und Marketing

Wie wird Praxisnähe der Ausbildung sichergestellt?

Alle Dozentinnen und Dozenten der MAB sind aktive Mediatorinnen und Mediatoren. Sie berichten in der Ausbildung von laufenden Fällen und speisen neue Erfahrungen direkt in die Seminare ein. Von daher entwickeln sich alle Seminarinhalte kontinuierlich an der Praxis orientiert weiter. Unterstützt wird die Praxisorientierung durch die Förderung der Netzwerkbildung durch die MAB, die Supervision und vor allem durch den Mediationssalon, in dem der Austausch über aktuelle Entwicklungen der Mediation geführt wird.

Wie ist die zeitliche Gestaltung der Ausbildung?

Berliner 5 Modul-Kurs

Der Berliner Kurs findet in den Räumen der Mediationsakademie in Berlin-Steglitz statt. In dem Jugendstilaltbau sind ausreichend Seminarräume in privater Umgebung, die ein intensives Arbeiten, Lernen und Üben ermöglichen. Die Akademie ist gut und einfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. (link zu Anfahrtsbeschreibung) Seminarzeiten Beginn: Donnerstag um 09:00 Uhr Kurszeiten täglich:

  • Morgensession 09:00 - 13:00 Uhr
  • Nachmittagssession 14:00 - 17:00 Uhr

Ende: Samstag (bzw. 4. Modul Sonntag) um 16:30 Uhr Kursort: MAB | Leydenallee 39 | 12167 Berlin

Intensiv Kurs in El Cabrito auf La Gomera (SP)

El Cabrito liegt auf der Kanarischen Insel La Gomera nur ein paar Kilometer von San Sebastion entfernt. El Cabrito ist eine kleine Finka, mit biologischem Anbau von Obst und Gemüse, geführt von einer Genossenschaft. Die Anlage und das Tal sind nur mit dem Boot oder zu Fuß zu erreichen.  Es liegt direkt am Meer in einem großen Tal, das sich zum Meer hin öffnet. Es hat einen ca. 600 Meter langen Strand mit Steinen, Kies und schwarzem Sand und fällt flach ins Meer ab. Dort herrscht ganzjährig frühlingshaftes Wetter mit Temperaturen im Dezember nicht unter 18 Grad. Die Unterkünfte sind einfach und haben einen herrlichen Blick auf das Meer. Im Übernachtungspreis von max. 78.- EUR sind alle Mahlzeiten (Frühstück, Mittagessen, Nachmittagskuchen und Abendessen) sowie Tee, Kaffee und Wasser bereits komplett enthalten. Lediglich Softdrinks, alkoholische Getränke und Espresso müssen zum Selbstkostenpreis bezahlt werden. Anreise und Buchung der Unterkunft Die Anreise organisieren die Teilnehmenden selbst. Die MAB tritt nicht als Reiseveranstalter oder Vermittler von Reisen auf. Gerne nennen wir Ihnen ein Münchner Reisebüro, das auf die Organisation der Reise nach La Gomera spezialisiert ist. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass man mit ca. 250.- EUR Flugkosten rechnen muss. Zielflughafen ist Teneriffa Süd. Von Teneriffa aus nimmt man die Fähre nach San Sebastion auf La Gomera (ca. 40.- EUR). In San Sebastion werden Sie dann mit einem Privatboot der Finka abgeholt (bitte teilen Sie der Finka Ihre Ankunftszeit in Teneriffa Süd mit).  Mit der Teilnahmebestätigung erhalten Sie Anreisehinweise, sowie die Kontaktdaten zur Finka El Cabrito. Die MAB hat für die Termine des Seminars entsprechende Kontingente reserviert. Die Teilnehmenden müssen daher nur noch ihr individuelles Zimmer dort selbst buchen. Die Bezahlung für den Aufenthalt erfolgt am Ende jeden Aufenthaltes direkt auf der Finka (EC-Karte, Barzahlung oder Überweisung nach der Rückkehr nach Deutschland). Seminarzeiten Um den Ort und die Natur angemessen genießen zu können, sind die Seminarzeiten entsprechend angepasst. Anreise bis Samstagabend Beginn: Sonntag um 16:00 Uhr - 19:00 Uhr Kurszeiten täglich:

  • Morgensession:           09:00 - 13:00 Uhr
  • Nachmittagsession:     16:00 - 19:00 Uhr
  • Abendsession:             20:00 - 21:30 Uhr

Mittwochnachmittag: frei
Ende: Samstag um 13:00 Uhr, frühestes Abreise Samstagnachmittag Kursort: El Cabrito auf La Gomera (SP)

Wie komme ich an Fälle?

Mediation ist ein Hol-Verfahren. Das bedeutet, dass dem Marketing und der Bereitschaft als Mediator tätig zu werden, eine besondere Bedeutung zu kommt. Die Erfahrungen der MAB und anderer Ausbildungsinstitute belegen, dass die Mediatoren erfolgreich sich am Markt behaupten, die vernetzt vorgehen. Einzelkämpfer haben nur in Ausnahmefällen Erfolg. Von daher unterstützt und fördert die MAB durch verschiedene Ansätze und Instrumente (Co-Vision, Mediationssalon, Alumni-Treffen etc.) die Vernetzung aller bei ihr ausgebildeten Teilnehmenden. Die Spezialisierung auf bestimmte Bereiche der Mediation wie auch die Entwicklung spezifischer Angebote, die zu dem passen, was man bereits anbietet, sind insbesondere für die selbständig auftretenden Mediatoren entscheidend. Anwälte und Steuerberater sind in einer vergleichsweise günstigen Position, da Fallanfragen direkt an sie gestellt werden. Ist alles richtig im Kanzleiablauf organisiert, können solche Anfragen zum Nutzen aller Beteiligten zu einem Mediationsverfahren führen. Angestellte Führungskräfte nutzen in der Regel ihre neue Mediationskompetenz indem sie diese Kompetenzen in ihren Beruf integrieren. In einigen Firmen, bzw. Behörden wurden jedoch auch schon eigenen Mediatorenteams zusammen gestellt, die intern als Mediatoren tätig werden (Bundesministerium des Innern, Siemens um nur zwei zu nennen).

Kann ich für die Ausbildung Bildungsurlaub bekommen?

Ja, alle Kurse der MAB sind als Bildungsurlaub anerkannt. Sie können i.d.R. bis zu fünf Tage pro Jahr Bildungsurlaub beantragen und Bildungsurlaub aus zwei Jahren zu zehn Tagen Bildungsurlaub in einem Jahr kulminieren. Wie und nach welchen Kriterien der Arbeitgeber Bildungsurlaub gewährt ist in den Bundesländern unterschiedlich geregelt. Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.berlin.de/sen/arbeit/bildungsurlaub/bildungsurlaub.html

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?/ Was ist in den 200 Stunden enthalten?

130 Stunden Grundausbildung in fünf Modulen (Berlin) bzw. 2x 1 Woche (La Gomera)

25 Stunden Co-Vision, 25 Stunden Supervision, 20 Stunden Vertiefungs- oder Fachseminar (zusätzlich für die Anerkennung durch den Bundesverband Mediation 4 Praxisfälle nachweisen, davon einer abgeschlossen) Für Steuerberater: nach den 130 Stunden Nachweis über zwei  Praxisfälle mit 270 Minuten. Anwälte dürfen nach der Grundausbildung die Berufsbezeichnung Wirtschaftsmediator oder Mediator führen. Zu den Inhalten der 130 Stunden gehören Einzelnen folgende Methoden, Kenntnisse und Interventionstechniken:

  • Die Phasen und Prinzipien der Mediation; 5 Phasen Modell der verstehensbasierten Mediation
    Kommunikationstheorie und –techniken, Paraphrasieren, paraverbales und non-verbales Spiegeln
  • visuelle und auditive Hinweise internaler Prozesse: Wahrnehmungssysteme, sinnesspezifische Kommunikation, Augenbewegungsmuster, Beziehungen von verbaler Kommunikation und Repräsentationssystemen, die Qualität unserer Sinneswahrnehmungen
  • Refraiming: Umdeutung und Rekontextualisierung. Kontextrefraiming, Inhaltsrefraiming oder Refraiming der Bedeutung, Flexibilität in der Kommunikation
  • Konfliktdynamik und –struktur, Konfliktmodelle und –theorie, Eskalationsstufen von Konflikten, Konflikttypen und die Kriterien zu ihrer Bestimmung, angemessene Interventionstechniken und -praktiken
  • Gewaltfreie Kommunikation und ihre Anwendung in der Mediation
    Entwicklung und Struktur von Metaphern: Konditionen und Wohlgeformtheit von Metaphern
  • Verhandeln (Harvard Methode), Prozess der Umwandlung von Positionen in Interessen, Identifizierung und Verbalisierung von Bedürfnissen.
  • Wirtschaftsmediation, Anwendung der Mediation in der Wirtschaft, Prämediationsreport, Auftragsklärung, Einzelgespräche, Caucasing, Shuttle-Mediation, Med-Arb, Arb-Med, Alternativ- Dispute-Resolution Methoden
  • Familienmediation, Trennungsdynamiken und Familiensysteme, Kommunikationsmuster erkennen und erfolgreiche Interventionstechniken
  • Mediation in Organisationen, innerbetriebliche Mediation, Umgang mit Macht und Hierarchien, Schutzfunktion des Mediators, Identifizierung der Konfliktbeteiligten, Auftragsklärung, Trennung von Auftraggeber und Konfliktbeteiligten
  • Die Geschichte der Mediation, die Mediation in unterschiedlichen Epochen und Kulturen, die moderne Geschichte der Mediation, Akteure, Theoretiker und Praktiker der Mediation
  • Psychologische Grundlagen der Mediation, humane Psychoanalyse und die dritte Schule der Wiener Psychoanalyse (Victor Frankl), verhaltenstherapeutische Grundlagen
  • Grundlagen der Kognitionsforschung, Wahrnehmungstheorien und Bewusstseinstufen
  • Erkenntnistheorie und Epistemologie
  • Kausal-analytische Repräsentationssysteme, Systemtheorie, Persönlichkeitsrepräsentationssysteme, Konstruktivismus und seine Anwendung für die Mediation
  • Gruppendynamische Aspekte der Mediation
  • Das Recht in der Mediation, Vertragsgestaltung, Mediation von Recht, Anwälte in der Mediation, Wie das Recht einzubringen ist
  • Umgang mit Blockaden, schwierigen Situationen etc. in der Mediation
  • Die Haltung des Mediators/der Mediatorin
  • Der Beruf des Mediators/der Mediatorin, Supervision/Covision/Netzwerkbildung und Marketing

Ist die Ausbildung anerkannt?

Der Begriff Mediator oder Wirtschaftsmediator ist in Deutschland nicht extra geschützt. Es existiert eine EU Empfehlung, aber nach wie vor hat Deutschland kein »Mediationsgesetz«. Daher gibt es zivilgesellschaftliche Vereinbarungen und Regelungen. Der Deutsche Anwaltsverein hat festgelegt, dass sich Juristen dann »Mediator/-in« nennen dürfen wenn sie eine mindestens 90stündige Fachausbildung bei einer anerkannten Ausbildungseinrichtung (wie der MAB) nachweisen können.

Für Steuerberater gilt: Steuerberater dürfen nach erfolgreicher Ausbildung bei einem anerkannten Ausbildungsinstitut (wie der MAB) den Titel "Fachberater/-in für Mediation (DStV)" oder "Mediator/-in (DStV) führen. Gemeinsam mit der MAB bietet der Steuerberaterverband Hessen e.V. daher für diese Titelbezeichnung den entsprechenden Lehrgang an. Zusätzlich müssen Steuerberater 270 Minuten für die Falldokumentation (zwei Fälle) für den erfolgreichen Abschluss des Lehrgangs nachweisen. Die Ausbildung der MAB ist vom Bundesverband Mediation (BM) anerkannt. Die MAB ist anerkannte Ausbildungseinrichtung und ihr Leiter, Dr. Thomas R. Henschel durch die Nestoren der Mediation, Dres. Hans-Georg und Gisela Mähler (eidos Projekt Mediation) ausgebildet worden. Dr. Henschel bildet seit 2003 Wirtschaftsmediatoren in Deutschland aus.

Wie bekomme ich die Anerkennung und durch wen?

Nach Abschluss der Grundausbildung erhalten alle Teilnehmenden das Wirtschaftsmediationszertifikat der MAB. Sie dürfen damit die Bezeichnung »Wirtschaftsmediator/-in« tragen.

Steuerberater benötigen zusätzlich den Nachweis von 270 Minuten für die Falldokumentation von zwei Fällen und dürfen dann den Titel "Fachberater/-in für Mediation (DStV)" oder "Mediator/-in (DStV)" tragen. Für Steuerberater erfolgt dann die Zertifizierung durch den Deutschen Steuerberaterverband e.V. Wer die Anerkennung durch den Bundesverband Mediation anstrebt (unabhängig vom Herkunftsberuf), muss zusätzlich nachweisen:

  • 25 Stunden Covision
  • 25 Stunden Supervision
  • 20 Stunden Vertiefungs- bzw. Fachseminar
  • zusätzlich vier Praxisfälle, davon einer abgeschlossen.

Die Nachweise reichen Sie bei der MAB ein, wir prüfen sie und reichen Sie dann direkt an den Bundesverband Mediation weiter. Dort wird dann das Zertifikat des BM ausgestellt.

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