"Ich hätte eine solche positive Entwicklung und Einigung vorher nicht für möglich gehalten."
Mediant
Mediation ist ein Verfahren, dass einer Reihe von Prinzipien verpflichtet ist. Dazu gehört die Vertraulichkeit. Aus diesem Grunde können Fälle – wenn überhaupt – nur in anonymisierter und verfremdeter Form dargestellt werden, um die Rechte der Medianten nicht zu verletzen und die gebotene Vertraulichkeit nicht zu gefährden.Ein wenig verfremdet, dokumentieren wir folgende Beispiele aus der Praxis von Dr. Thomas R. Henschel:
Im öffentlich-politischen Bereich der Streit um den Bau eines öffentlichen Schwimmbades in einer Gemeinde. Nach 6jähriger Auseinandersetzung waren die Beteiligten an einen Punkt angelangt, an dem es nicht mehr weiter ging. In der Mediation wurde die Auseinandersetzung dann vertieft geführt und ermöglichte einen neuen Blick auf die Einigungsoptionen. Die sozialen Beziehungen zwischen den Beteiligten veränderten sich und auf der Grundlage des Verständnisses für die Aspekte die den jeweils anderen wichtig waren, konnte ein Prozess angestoßen werden, in dem die Parteien dann wieder in der Lage waren, selbst eine Lösung zu finden.
Dauer der Mediation: 2 Tage
Beteiligte: 38
Mediatorenteam: 3 Mediatoren
Ein Verlag muss feststellen, dass eines seiner erfolgreichen Bücher von einem anderen Verlag in vielen Aspekten nachgemacht wurde. Idee und Inhalte scheinen über weite und erhebliche Teile durch das erfolgreiche Buch angeregt zu sein. Der Verlag beauftragt einen Anwalt mit der Vertretung seiner Interessen, macht aber deutlich, dass er an einer gütlichen Einigung interessiert ist. Die Verlage einigen sich auf einen Mediation und als Mediator Dr. Thomas R. Henschel. In der Mediation werden den beiden Parteien die jeweiligen Hintergründe für die Entstehung und die Bedeutung der Publikationen klar. Die Entschuldigung des einen Verlages bewirkt ein erhebliches Entgegenkommen des anderen Verlages bei den Schadensersatzforderungen. Die Parteien einigen sich gütlich. Ein Rechtsstreit in diesem Bereich hätte über lange Zeit Managementkapazitäten gebunden und von der eigentlichen kreativen Arbeit abgehalten. Neben den Gerichts- und Verfahrenskosten wären dadurch noch weitere Kosten durch entgangenen Gewinn entstanden. Die Mediation stellte daher eine kostengünstige und effektive Alternative da, die zu einer für alle Beteiligten guten Lösung führte die auch die zukünftigen Begegnungen zwischen den beiden Verlagen ermöglicht.
Dauer der Mediation: 1 Tag für Vorgespräche und 4 Stunden gemeinsame Mediation
Beteiligte: 5
Mediator: 1
Im Zuge der Reorganisation einer Verwaltung werden verschiedene Abteilungen in einer Zentrale zusammengefasst. Nach kurzer Zeit kommt es immer öfter zu Konflikten zwischen den Mitarbeitern der neuen Abteilung, die zwischen Mitarbeitern der ehemals unterschiedlichen Abteilungen entstehen. Die Konflikte erreichen binnen kürzester Zeit einen Grad, der aufgrund der Beschäftigung mit den Konflikten die Arbeitsfähigkeit der gesamten Abteilung gefährdet. Arbeitsergebnisse werden nicht mehr rechtzeitig und in der erforderlichen Qualität geliefert. Die Leitung des Hauses entscheidet sich, diesen Konflikt mittels einer Mediation zu klären. In der Mediation werden die unterschiedlichen Beweggründe und Interessen geklärt und gemeinsam Vorschläge für das zukünftige Zusammenarbeiten konzipiert. Am Ende des Prozesses stehen Lösungen, die von allen Beteiligten selbst erarbeitet und daher auch mitgetragen werden. Die Arbeitsfähigkeit ist wieder hergestellt und die Zufriedenheit der Mitarbeiter ist ebenfalls wieder gestiegen.
Dauer der Mediation: 10 Tage (Einzelgespräche, Gruppentreffen etc.)
Beteiligte: 7
Mediatoren: 2
In einem international tätigen Unternehmen arbeiten zwei Mitarbeiter an einem gemeinsamen Projekt. Die Zusammenarbeit ist von Anfang an schwierig zwischen den beiden Kollegen. Während der eine Kollege aus Süddeutschland stammt und seine Eltern Kurden sind, kommt der andere aus Berlin. Bei der Vorbereitung eines Termins im Ausland ruft der Kollege mit kurdischem Hintergrund seinen Berliner Kollegen an, um ihn zu fragen, ob dieser den Termin wie besprochen wahrnehmen würde. Daraufhin antwortet der Berliner Kollege mit einer Bemerkung, die sein Kollege als rassistische Beleidigung versteht. Er wendet sich an die Personalabteilung mit der Bitte um Klärung des Falles. Die Personalabteilung wendet sich an die MAB. Beide Parteien sind zu einer Mediation bereit. In der Mediation gelingt es Ursachen für den Konflikt zwischen den beiden zu identifizieren, Missverständnisse auszuräumen und den Raum für Entschuldigungen zu schaffen. Darüber hinaus wird nicht die drohende Rufschädigung begrenzt, sondern auch eine konkrete Absprache über die notwendige Arbeitsaufteilung zwischen den beiden und das Vorgehen bei zukünftigen Auseinandersetzungen vereinbart
Dauer der Mediation: 2 x 90 Minuten
Beteiligte: 2
Mediator: 1
© Mediationsakademie Berlin // Home // AGB // Impressum // Ausbildungstermine Mediation // Angebot Mediation
Kärntener Straße 8, 10827 Berlin // Telefon +49(0)30-78716673 // Fax +49(0)30-78716675 //
E-Mail: storck[at]mab-henschel.de
Wissenschaftl. Leitung und Geschäftsinhaber: Dr. Thomas R. Henschel
www.mab-henschel.de //
www.akademie-fuer-mediation.de //
www.akademie-wirtschaftsmediation.de //
www.fuer-mediation.de
Webdesign & CMS: Design Keller Berlin | Logodesign: Bettina Mautner
